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Eine Reise durch Berlin

Fernsehturm Schlossplatz Reichstag Schiffbauerdamm
Marienkirche Unter den Linden Kanzleramt Friedrichstraße
Neptunbrunnen Staatsoper Schloss Bellevue Scheunenviertel
Alexanderplatz Neue Wache Tiergarten Oranienburger Straße
Rathauspassagen Friedrich II. Siegessäule Hackescher Markt
Rotes Rathaus Gendarmenmarkt Zoologischer Garten East-Side-Gallery
Nikolaiviertel Checkpoint Charlie Gedächtniskirche Oberbaumbrücke
Berliner Dom Leipziger Platz Kurfürstendamm Frankfurter Allee
Lustgarten Potsdamer Platz Schloss Charlottenburg Tierpark
Museumsinsel Brandenburger Tor Hauptbahnhof Historisches

Der Berliner Fernsehturm
ca. 320 Meter, 5 Minuten Fußweg

Der Berliner Fernsehturm wurde 1964 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR von den Architekten Fritz Dieter, Günter Franke und Werner Ahrend unter Walter Ulbricht erbaut. Mit 368 Metern Höhe ist er das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste freistehende Bauwerk Europas. Er dient im Wesentlichen der Abstrahlung von Fernseh- und Radiosendungen. Im Fernsehturm selbst befindet sich in etwa 204 Metern Höhe eine Aussichtsplattform und das Telecafé in etwa 208 Metern Höhe, das sich zwei Mal pro Stunde um sich selbst dreht. Direkt unter der Kugel befinden sich 2 Ringe, in die sich im Notfall Gäste bei Feuer zurückziehen oder die Treppe zum Abstieg benutzen können. Am Fuße des Fernsehturms ziert eine spitzwinklige Konstruktion den Bau, die auf die Architekten Walter Herzog und Heinz Aust zurückgeht. Für den Bau wurde Mitte der 1960er Jahre der noch aus dem Mittelalter erhaltene Straßengrundriss eingeebnet und umliegende Gebäude mit Ausnahme der Marienkirche und des Roten Rathauses abgerissen.

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Die St. Marienkirche
ca. 190 Meter, 3 Minuten Fußweg

Die St. Marienkirche ist die älteste sakral genutzte Kirche Berlins und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Erstmals urkundlich im Jahre 1291 erwähnt, wurde sie aus Feldsteinen und Granit erbaut. Nach massiven Brandschäden im Jahre 1663 und 1666 wurde der Turmaufbau von Michael Mathias Smids barock erneuert und 1789/90 von Carl Gotthard Langhans im neugotischen Stil umgestaltet. Hermann Blankenstein restaurierte 1893 die Kirche, 1969 und 1970 musste die Kirche erneut restauriert werden, nachdem sie während des Zweiten Weltkriegs beschädigt wurde. Im Inneren der Kirche befindet sich neben der Wagner-Orgel ein Totentanzfresko, das als eines der bedeutensten noch erhaltenen mittelalterlichen Kunstwerke Berlins zählt. Weiterhin steht hier das Sühnekreuz, das für die Ermordung des Propstes Nikolaus von Bernau durch die Berliner und Cöllner Bürger aufgestellt wurde, die Alabasterkanzel aus dem Jahre 1709 und das Grabmal des Generalfeldmarschalls Otto Christoph von Sparr von Artus Quellinus I. aus Antwerpen.

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Der Neptunbrunnen
ca. 250 Meter, 4 Minuten Fußweg

Der nach einem Vorschlag von Karl Friedrich Schinkel und später von Reinhold Begas gestaltete Brunnen wurde als Geschenk des Magistrats von Berlin an Kaiser Wilhelm II. am 1. November 1891 eingeweiht und befand sich ursprünglich vor dem Berliner Schloss. Das Berliner Schloss wurde 1443 erbaut und im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Da es nicht mehr restaurierbar war, wurde es schließlich 1950 gesprengt. Der Neptunbrunnen selbst wurde durch Geschosseinschläge stark beschädigt und musste restauriert werden. 1969 wurde der Brunnen schließlich wiederaufgestellt auf der großen Freifläche zwischen Marienkirche und dem Roten Rathaus in unmittelbarer Nähe des Fernsehturms. Der Brunnen besteht im Wesentlichen aus dem griechischen Gott des Meeres, Neptun, der mit seinem Machtattribut, dem Dreizack, auf einer Muschelschale sitzend von 4 mächtigen Tritonen getragen wird. Am Fuße spielen Kinder mit dem Wasser als Symbol für das aufkeimende Leben. Am Rande des Brunnens sitzen 4 Frauen, die jeweils einen Fluss personifizieren. Die Oder mit Ziege und Fell. Die Elbe mit Ährengold und Früchten. Der Rhein mit Fischernetz und Weinlaub. Die Weichsel mit Klötzen aus Holz. Der Brunenn besteht im Wesentlichen aus schwedischem Granit und hat einen Durchmesser von 18 Metern und von der Erde bis zum Dreizack ist der Brunnen 8,5 Meter hoch.

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Der Alexanderplatz
ca. 500 Meter, 7 Minuten Fußweg

Der Berliner Alexanderplatz wurde nach Zar Alexander I. benannt und stellt einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt Berlins dar. Seine Geschichte geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war der "Alex" der Paradeplatz vor dem alten Königstor, wurde jedoch auf Geheiß von König Friedrich Wilhelm III. zu Ehren des russischen Zaren Alexander I. anlässlich eines Berlin- Besuchs im Jahre 1805 zum "Alexanderplatz" umbenannt. Heute stehen auf und am Alexanderplatz viele historische und neuzeitliche Bauwerke, wie der Fernsehturm, das Rote Rathaus, die Marienkirche und der Neptunbrunnen. Unter dem Alexanderplatz befand sich während des Zweiten Weltkriegs eine der größten Luftschutzanlagen Berlins. Auf dem Platz befand sich ursprünglich die Berolina-Statue, die jedoch vermutlich zu Rüstungszwecken 1944 eingeschmolzen wurde. Die letzten Kämpfe um Berlin zerstörten viele historische Gebäude auf und um den Alexanderplatz. Der gesamte Alexanderplatz ist eine Fußgängerzone, seit 1998 befahren auch Straßenbahnen wieder den Platz. Die im Jahre 1969 errichtete Urania-Weltzeituhr ist noch immer einer der beliebtesten Treffpunkte Berlins. Das 16 Tonnen schwere Gebilde zeigt die 24 Zeitzonen der Erde, jeweils mit in Aluminium gefräste Städtenamen. In diesem Prisma dreht sich ein Zylinder, der die aktuelle Uhrzeit für jede Zeitzone anzeigt. Über der Uhr dreht sich eine stark vereinfachte Darstellung unseres Sonnensystems ein mal pro Minute um sich selbst.

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Die Rathauspassagen
ca. 560 Meter, 8 Minuten Fußweg

Die Rathausstraße ist eine der ältesten Geschäftsstraßen Berlins. Ursprünglich hielt sie den Namen "Odenberger Straße" und führte durch das mittelalterliche Berlin bis zum Osttor, dem Odenberger Tor. Als 1701 der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. zum preußischen König gekrönt wurde und feierlich über diese Straße einzog, wurde sie zur "Königsstraße" umbenannt, während das Odenberger Tor fortan "Königstor" genannt werden sollte. Die alten Wehranlagen wurden abgetragen und das Königstor wurde versetzt. Die verbindende Straße zwischen Königsstraße und Königstor wurde "Neue Königsstraße" genannt und trägt heute den Namen "Otto-Braun-Straße". 1873 fiel das "s" im Namen weg, weil es keine Straße des Königs mehr sein sollte und hieß nur noch "Königstraße". Bis in das Jahr 1951 behielt die Straße ihren Namen bis man in der DDR entschied, auch namentlich Abstand zum Preußentum zu halten und die Straße "Rathausstraße" nannte. Die durch den Zweiten Weltkrieg vollständig zerstörten Häuser auf der südlichen Seite der Rathausstraße wurden abgetragen und durch die Rathauspassagen ersetzt.

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Das Rote Rathaus
ca. 490 Meter, 7 Minuten Fußweg

Das Berliner Rathaus, Regierungssitz des Senats und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, wurde zwischen 1861 und 1869 von Hermann Friedrich Waesemann erbaut. Das durch den Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Gebäude wurde 1950 bis 1956 wieder aufgebaut und beherrbergte zu Zeiten der DDR den Magistrat von Ost-Berlin, die Stadtverordnetenversammlung und den Oberbürgermeister von Berlin. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 ist der Gesamtberliner Senat 1991 in das Berliner Rathaus zurück gezogen.

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Das Nikolai-Viertel
ca. 500 Meter, 7 Minuten Fußweg

Das Nikolaiviertel ist eines der ältesten Stadtteile Berlins. Es existiert seit etwa dem 12. Jahrhundert, als sich hier Händler entlang einer Handelsstraße niederließen. Das Nikolaiviertel wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig im Bombenhagel und bei Straßenkämpfen zerstört. Ein Wiederaufbau wurde erst zur 750-Jahrfeier Berlins geplant und 1987 fertiggestellt. Es erinnert nur noch vage an die altehrwürdigen Gebäude und wurde unter der Prämisse aufgebaut, sich harmonisch mit dem modernen Stadtkern zu vereinigen. So erinnert heute nur noch wenig an das ursprüngliche Nikolaiviertel. Einige wenige historische Gebäude sind restauriert worden und laden zur Besichtigung im "Neuen Nikolaiviertel" ein.


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Der Berliner Dom
ca. 500 Meter, 7 Minuten Fußweg

Die Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin wurde 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff errichtet und gilt als eine der bedeutendsten evangelischen Bauwerke Deutschlands. Das Hauptportal liegt am Lustgarten und in seiner Gruft ruhen zahlreiche Familienangehörige des Hohenzollern-Geschlechts. Doch die Geschichte des Doms reicht bis in das Jahr 1450 zurück, als südlich des Schlosses die Erasmus-Kapelle geweiht wurde. 1865 wurde die Kapelle vom Papst zur Domkirche erhoben, etwa 1535 begann der Kurfürst Joachim II. die Dominikanerkirche zur Hofkirche umzubauen, die dann 1536 geweiht wurde. 1539 wurde der katholische Dom zum evangelischen Dom, als Joachim II zum Evangilsmus konvertiert. Zwischen 1747 und 1750 ließ Friedrich der Große die inzwischen baufällig gewordene Hofkirche abreißen und ließ am heutigen Standort des Doms einen Neubau von Johann Boumann im Barok-Stil errichten. Der nach seinem Erbauer benannte Boumann-Dom wurde 1750 geweiht und beherrbergt in seiner Gruft die umgelagerten Familienmitglieder aus dem Hause Hohenzollern. Karl Friedrich Schinkel gestaltete den Dom dann bis 1822 im Stil des Klassizismus um. Im 19 Jahrhundert sollte der Dom neu und gewaltiger als zuvor unter König Friedrich Wilhelm IV. entstehen, doch musste das Bauprojekt 1848 wegen Geldmangels eingestellt werden. Am 17. Juni 1894 veranlasste Kaiser Wilhelm II. dann den Abriss des Schinkel-Doms und den Neubau eines neuen Doms nach Plänen von Julius Raschdorff. Der Dom wurde dann 1905 fertiggestellt und geweiht. Der Hauptaltar ist von Friedrich August Stüler aus dem Jahr 1850, Karl Begas gestaltete das Altarbild der Tauf- und Traukirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom stark beschädigt, sodass erst 1993 die Predigtkirche wieder eingeweiht werden konnte. Anfang Dezember 2006 wurde das 15 Meter hohe und 12 Tonnen schwere Kuppelkreuz demontiert, da es stark von Rost befallen war und eine Restauration nicht möglich ist. Das Kuppelkreuz steht seither neben dem Dom.

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Der Lustgarten
ca. 550 Meter, 8 Minuten Fußweg

Als Eingang zur Museumsinsel dient der Lustgarten, der ursprünglich zum Berliner Schloss gehörte, welches 1950 auf Befehl Walter Ulbrichts gesprengt wurde. Man bezeichnet den Lustgarten auch als den ersten botanischen Garten Berlins, da dieser im 16. Jahrhundert als Kräuter- und Gemüsegarten für den kurfürstlichen Haushalt angelegt wurde. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. ließ den ursprünglichen Lustgarten mit Sand abdecken und nutzte diesen als Exerzierplatz Anfang des 18. Jahrhunderts. Erst ab 1790 wurde die Sandfläche auf Wunsch Friedrich Wilhelms III. wieder Rasen gesät und zum öffentlichen Garten umgestaltet. Der Lustgarten wurde im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil durch alliierte Bombenangriffe zerstört. 1951 wurden im Lustgarten Linden gepflanzt, 1999 kam es im Zuge der Wiedervereinigung zu einer erneuten Umgestaltung des Lustgartens, wofür die DDR-Linden gefällt werden mussten und der Lustgarten neu bepflanzt wurde.

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Die Museumsinsel
ca. 700 Meter, 10 Minuten Fußweg

Die Museumsinsel ist ein weltweit einzigartiges bauliches und kulturelles Ensemble und gehört deshalb seit 1999 dem Weltkulturerbe der UNESCO an. Wie der Lustgarten befindet sich auf der Museumsinsel auch das Alte Museum und das Pergamonmuseum. Nach schweren Zerstörungen durch alliierte Luftangriffe zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden beide Museen wieder restauriert. Ludwig Justi (Generaldirektor der Museen in der DDR) leitete in den 70er Jahren die Rückführung geraubter Kunstwerke aus der damaligen Sowjetunion und den Wiederaufbau des Alten und des Pergamonmuseums ein. Heute ist die Museumsinsel einer der bedeutendsten Museumskomplexe der Welt. Neben dem Alten Museum und dem Pergamonmuseum findet man hier das Ägyptische Museum, das Vorderasiatische Museum und das Museum für islamische Kunst. Das neue Museum wird nach seiner Fertigstellung das Ägyptische Museum und Papyrussammlung aufnehmen, sowei Teile des Museums für Vor- und Frühgeschichte.

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Der Schlossplatz
ca. 600 Meter, 9 Minuten Fußweg

Gleich neben dem Lustgarten und der Museumsinsel schließt der Schlossplatz an. Ursprünglich war es der zum Schloss der Hohenzollern gehörende Platz. Das durch alliierte Luftangriffe sehr schwer beschädigte Berliner Schloss wurde 1950 auf Befehl Walter Ulbrichts gesprengt. Auf der Hälfte des Schlossplatzes hat man den Palast der Republik errichtet. Der Platz wurde bis zur Wiedervereinigung Deutschlands zum größten Teil als Parkplatz genutzt, sonst als Marktplatz. Aufgrund von schwerer Asbestbelastung des Palastes der Republik wurde dieses Bauwerk abgerissen. Heute erinnert nur noch der Schlossplatz selbst an die altehrwürdigen Zeiten, da große deutsche Kurfürsten, Könige und Kaiser hier ihre Winterresidenz hatten.

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Die Straße Unter den Linden
ca. 730 Meter, 11 Minuten Fußweg

Die Straße Unter den Linden ist die zentrale Prachtstraße Berlins. Ursprünglich war es ein befestiger Reitweg, der auf Befehl des Kurfürsten Johann Georg 1573 angelegt wurde und das Berliner Schloss mit dem Tiergarten verbinden sollte. Im Laufe der Zeit ließen Könige und Kaiser immer mehr bedeutende Gebäude entlang der damals noch "Lindenallee" genannten Straße errichten und avancierte diese Straße zu einer Triumphstraße und schließlich zur Prachtallee, die seit dem 19. Jahrhundert auch als bevorzugte und gutbürgerliche Wohngegend begehrt wird. Als besonders sehenswerte historische Bauten sind hier zu erwähnen: Die Hedwigskathedrale (erbaut ab 1747), die Humboldt-Universität (erbaut zwischen 1748 und 1766, ehemals Palais, ab 1810 Berliner Universität) und die Alte Bibiliothek (erbaut 1775 bis 1780).

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Die Staatsoper Unter den Linden (ehemals: Königliche Oper)
ca. 950 Meter, 14 Minuten Fußweg

Die Staatsoper ist die älteste und die zweitgrößte der 3 Staatsopern Berlins. 1741 bis 1743 wurde sie auf Wunsch Friedrichs II. erbaut und 1742 mit dem Stück "Cleopatra e Cesare" noch vor der Fertigstellung eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Staatsoper durch alliierte Bombenangriffe zwei Mal vollständig zerstört. Der erste Neuaufbau erfolgte noch während des Krieges zwischen 1941 und 1942. Danach wurde das ehrwürdige Gebäude erneut bis auf die Grundmauern durch Bombenangriffe zerstört. Abermals wurde die Oper unter unsäglichen Mühen 1952 bis 1955 in Anlehnung an alte Architekturkunst wiedererrichtet. Auch heute werden hier wie einst Opern aufgeführt. Die auf dem Giebel befindliche Inschrift "Fridericus Rex Apollini et Muses" (König Friedrich, Apoll und den Musen [gewidmet]), die zur Wiedereröffnung 1955 entfernt wurde, ist erst im Zuge einer notwendigen Sanierung 1988 wiederangebracht worden.

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Die Neue Wache
ca. 870 Meter, 13 Minuten Fußweg

Zwischen 1816 und 1818 wurde die Neue Wache auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. errichtet. Es diente als Wachhaus der königlichen Wache und als Gedenkstätte für die gefallenen der Napoleonischen Kriege (1752-1815). Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude fast vollständig durch alliierte Bombardements zerstört und wurde zwischen 1957 und 1960 wiederaufgebaut. Heute dient es als zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

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Die Skulptur Alter Fritz
ca. 900 Meter, 13 Minuten Fußweg

1851 wurde diese Skulptur als volkstümliche Abbildung des "Alten Fritz" enthüllt. Friedrich der Große (Friedrich II., 1712-1786) war ein ab 1740 preußischer König. Er war einer der bedeutendsten deutschen Könige und leitete die Humanisierung in Europa ein. Am Sockel der Statue finden sich im Halbrelief weitere große zeitgenössische Persönlichkeiten wieder.

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Der Gendarmenmarkt
ca. 1500 Meter, 22 Minuten Fußweg

Als Gendarmenmarkt wird der Platz zwischen Deutschem Dom, Französischem Dom und Konzerthaus (ehemals Schauspielhaus) bezeichnet. Er entstand gegen 1688 als Teil der Friedrichstadt. Im Zweiten Weltkrieg vornehmlich durch Bombenangriffe der Alliierten Mächte stark beschädigt, wurde er 1950 wiedererrichtet und zum "Platz der Akademie" in Anlehnung an die Umbennung der Preußischen Akademie der Wissenschaften in "Deutsche Akademie der Wissenschaften". Seit 1991, also ein Jahr nach der Wiedervereinigung Deutschlands, trägt der Platz wieder den Namen, den er 1799 erhielt.

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Checkpoint Charlie

Der ehemalige Grenzübergang war einer der wichtigsten während der deutschen Teilung und er verband den amerikanischen Sektor West-Berlins mit dem russischen Sektor Ost-Berlins. Seinen Namen verdankt er dem internationalen ICAO-Alphabet. Neben ihm gab es noch zwei andere Grenzübergänge, die die amerikanisch besetzten Gebiete mit den russisch besetzten Gebieten Deutschland verband. Heute ist der Grenzübergang an der Invalidenstraße eine Gedankstätte für die Teilung Deutschlands und der Deutschen.

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Der Leipziger Platz

Der Leipziger Platz, der seinen Namen dem Gedenken der Völkerschlacht bei Leipzig verdankt, wurde zwischen 1732 und 1738 zusammen mit dem Pariser Platz und dem Mehringplatz angelegt. Zu Zeiten der Teilung Berlins verlief die Mauer zwischen Leipziger und Potsdamer Platz und wurde als Niemandsland und Todesstreifen brach liegen gelassen. Seit der Wiedervereinigung werden die Pläne, das Achteck neu zu bebauen, realisiert.

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Der Potsdamer Platz

Gleichzeitig mit dem Mehringplatz und dem Leipziger Platz wurde der Potsdamer Platz zwischen 1732 und 1738 errichtet. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er am ehemaligen Stadttor Berlins lag, das auf der Straße stand, die nach Potsdam führte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er gern als Treffpunkt für alle Berliner genutzt und galt als einer der belebtesten Plätze Europas. Die Bombardements der Alliierten verwandelten den Platz fast vollständig in ein Trümmerfeld. Nach dem Ende des Krieges 1945 lag er als zentraler Punkt zwischen den Sektorengrenzen der Amerikaner, Engländer und Sowjets, was ihn schnell zum Drehpunkt des Berliner Schwarzmarktes werden ließ. Mit dem Volksaufstand 1953 und dem folgenden Mauerbau 1961 wurde der Potsdamer Platz zum Todesstreifen auf der Ostseite, während der Senat von Westberlin die Ruinengrundstücke bis auf das Hotel Esplanade und das Weinhaus Huth abreißen ließ. Nach der Wiedervereinigung wurden große Teile des Platzes und damit des Stadtkerns verkauft und somit die Verantwortung für den Wiederaufbau an Privatinvestoren weitergegeben, was wohl auf die angespannte finanzielle Lage des Landes Berlin zurückzuführen sein darf. Hier entstand in Folge dessen das SONY-Center mit Sony Plaza, die Potsdamer Platz Arkaden, und andere Gebäude, die Büros, Kaufhäuser, Restaurants, Kinos und andere Betriebe in sich aufnehmen, in unmittelbarer Nähe der Berliner Philharmonie. Somit ist nach Jahrzehnten des Vergessenseins und des Brachliegens der Potsdamer Platz wieder in das Zentrum der Stadt gerückt.

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Das Brandenburger Tor
ca. 2000 Meter, 30 Minuten Fußweg / Bus Linie 100

1734 wurde an der Zollmauer ein Berliner Stadttor errichtet, das auf der Straße nach Brandenburg an der Havel stand und dem Tor den Namen gab. Im weiteren Ausbau der Zollmauer und im Andenken des gerade verstorbenen Friedrich II. wurde das heutige Brandenburger Tor dann 1788 bis 1791 auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet. Es ist 26 Meter hoch, 65,5 Meter breit 11 Meter tief. Die Innenseiten der 6 Meter hohen Säulen sind mit Reliefs verziert, die unter anderem die Taten des Herkules aus der griechischen Mythologie darstellen. Auf dem Tor lenkt die in Kupfer getriebene geflügelte Siegesgöttin Nike (Viktoria) ihre Quadriga in die Stadt hinein. Das Brandenburger Tor ist eines der bedeutensten deutschen Wahrzeichen und das wichtigste Wahrzeichen Berlins.

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Der Deutsche Reichstag
ca. 2300 Meter, 35 Minuten Fußweg / Bus Linie 100

Das Gebäude wurde 1884 bis 1894 erbaut. Bis 1918 tagte hier den Reichstag des Deutschen Kaiserreichs, im Anschluss das Parlament der Weimarer Republik. 1933 kam es zu einem verheerenden Brand, der große Teile des Gebäudes zerstörte. Der darauf folgende Zweite Weltkrieg zerstörte es fast vollständig. In den 1960er Jahren wurde es modernisiert wiederaufgebaut und zwischen 1991 bis 1999 erneut modernisiert, unter anderem mit der großen Glaskuppel versehen. Seit 1991 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages.

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Das Bundeskanzleramt

Der Hauptsitz des Amtes, das den Bundeskanzler in seiner Arbeit unterstützt, befindet sich in der Nähe des Reichstages an der Paul-Löbel-Straße. Das Gebäude wurde 2001 als Neubau im Spreebogen errichtet und gehört zu einem Gebäudekomplex am Spreebogenpark. Es weist eine äußerst moderne Architektur auf und steht somit im extremen Kontrast zu den umliegenden historischen Gebäuden. Es wurde auch unter der Prämisse entworfen, dass es sich auch bei Bedarf autark versorgen kann. So wurde vor allem auf Ökologie hoher Wert gelegt. Auf dem Dach befinden sich Solarzellen und im Keller verrichtet ein Biodieselgenerator seinen Dienst. Fortschrittliche und energiesparende Techniken kommen innerhalb des Gebäudes zum Einsatz. Die gläserne Front erinnert an das Auge einer Waschmaschine, weshalb das Gebäude von Berlinern auch gelegentlich als "Kanzlerwaschmaschine" bezeichnet wird.

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Das Schloss Bellevue

Das Schloss wurde von Friedrich II. im Jahre 1786 als Lustschloss und königlicher Landsitz erbaut und dient heute als Sitz des Bundespräsidenten. Durch den Einsatz geächteter Brandbomben seitens der Alliierten brannte das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs weitestgehend aus. Es wurde nach dem Krieg notdürftig in Stand gesetzt, später wiederaufgebaut und diente während der deutschen Teilung als zweiter Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten. Seit 1994 ist es der erste Amtssitz.

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Der Große Tiergarten

Der mit einer Fläche von 210 Hektar größte Berliner Park geht auf das Jahr 1527 zurück. Ursprünglich wurden hier Wildtiere ausgesetzt, die dann vom Adel zum Zeitvertreib gejagt wurden. Friedrich II., der kein Freund der Jagd war, ließ den Tiergarten zu einem Lustgarten für das Volk umgestalten. Bereits zu Zeiten Friedrichs I., Ende des 17. Jahrhunderts, wurde eine breite Schneise durch den Tiergarten geschlagen, die heute die Straße des 17. Juni ist. Am Ende der Straße des 17. Juni befindet sich der Große Stern, der somit im Zentrum des Tiergartens liegt und einen zentralen Verkehrsknotenpunkt Berlins darstellt. Am Großen Stern treffen sich 4 große Allen Berlins in einem mehrspurigen Kreisverkehr, der täglich von etwa 200.000 Autos befahren wird.

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Die Berliner Siegessäule

In der Mitte des Großen Sterns, im Zentrum des Tiergartens befindet sich die 1864 bis 1873 errichtete Siegessäule, die heute unter Denkmalschutz steht. Nach dem Zweiten Weltkrieg forderten die französischen Besatzer eine Sprengung der ehrwürdigen Säule, was jedoch von den anderen Siegermächten verhindert wurde. Dennoch mussten die historischen Reliefs entfernt werden, die am Sockel zum Gedenken an die Kriege gegen Frankreich und Dänemark angebracht wurden. Zur 750-Jahrfeier Berlins wurden die Reliefs aus Frankreich unvollständig wieder angebracht. Man spricht davon, dass sie bewusst fragmentarisch angebracht wurden. 1989 wurde die Siegessäule restauriert und nach einem Bombenattentat linksextremer Gruppierungen 1991 bis 1992 erneut restauriert. Die Siegessäule ist begehbar und bietet in etwa 50 Metern Höhe eine Aussichtsplattform.

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Der Zoologische Garten

Der Zoologische Garten in Berlin ist mit etwa 14.000 Tieren in 1500 Arten der artenreichste Zoo der Welt und wurde im Jahre 1844 eröffnet. Am Zoo ist außerdem ein Aquarium angeschlossen, das 1913 eröffnet wurde. Durch die flächendeckenden Bombardements der Stadt Berlin durch die Alliierten wurde im Zweiten Weltkrieg der Berliner Zoo fast vollständig zerstört. Von fast 3800 hauptsächlich exotischen Tieren überlebten nur knapp 100 das Massaker. Nach Kriegsende wurde der Zoo neu aufgebaut und weiter ausgebaut. Nach der deutschen Wiedervereinigung begann auch die Kooperation mit dem Tierpark Friedrichsfelde, der als größter Landschaftstierpark Europas gilt. Etliche Tierskulpturen zieren das Innere des Parks. Markantestes Merkmal ist wohl das Elefantentor, das bereits 1899 errichtet und 1984 wiedererrichtet wurde.

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Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Zwischen 1891 und 1895 wurde die Kirche zu Ehren Wilhelms I. durch Wilhelm II. errichtet. Die Kirche war ein monumentales Bauwerk mit 5 Türmen, wovon der größte 113 Meter hoch in den Himmel ragte und damit der höchste Turm Berlins seiner Zeit war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieses schöne Gebäude durch alliierte Bombenangriffe fast vollständig zerstört. Im Nachkriegsberlin entbrannte daraufhin eine Debatte, was mit der Ruine geschehen sollte. Eine darauf folgende Debatte endete mit dem Kompromiss, die Ruine als Mahnmal gegen den Krieg äußerlich unsaniert stehen zu lassen und innen mit Glas neumodern zu gestalten.

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Der Kurfürstendamm

Bereits 1542 als verbindender Reitweg zwischen Berliner Schloss und Jagdschloss Grunewald angelegt, ist der Ku'damm heute die weltbekannte Flaniermeile der West-City. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der größte Teil der historischen Gebäude fast vollständig zerstört. Der Magistrat von West-Berlin nahm sich in besonderem Maße des Wiederaufbaus der 3,5 Kilometer langen Flaniermeile an, da es als "Schaufenster zum Westen" dienen sollte. So hat sich schon früh am Kurfürstendamm das Geschäftszentrum von West-Berlin entwickelt. Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Umzug vieler Geschäftsbetriebe zum Potsdamer Platz entwickelt sich der Kurfürstendamm heute zu einer touristischen Einkaufsmeile.

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Das Schloss Charlottenburg

Eines der schönsten Gebäude Berlins ist zweifellos das Schloss Charlottenburg, welches zwischen 1695 und 1699 auf Befehl Sophie Charlotte (Gattin des Kurfürsten Friedrich III.) als Lietzenburg errichtet wurde. Als Sophie Charlotte starb, wurde die angrenzende Siedlung durch den inzwischen zum König gekrönten Friedrich III. "Charlottenburg" genannt. Der zum Schloss gehörende Schlosspark wurde 1697 angelegt und war als französischer Barkokgarten konzipiert. Im Laufe der Zeit kamen kleinere Bauwerke hinzu, wie etwa das 1788 erbaute Teehaus und das 1825 erbaute Neue Pavillon. Heute ist das Schloss vorranging ein Museum, während der Schlosspark als so genanntes "Naherholungsgebiet" und öffentliche Grünanlage ausgezeichnet ist.

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Der Neue Berliner Hauptbahnhof

Der Berliner Hauptbahnhof ist ein monumentaler Ausbau des Lehrter Bahnhofs, der hier 2006 in Betrieb genommen wurde. Der ehemalige Hauptbahnhof Berlins, heißt nun "Ostbahnhof". Auf 2 Etagen und 14 Gleisen fahren hier Züge des Nah- und Fernverkehrs an und ab, während auf 3 Etagen reges Geschäftstreiben herrscht. Für den Bau musste der einstmals unter Denkmalschutz gestellte Lehrter Bahnhof abgrissen werden, der erst Ende der 80er Jahre für etwa 10 Millionen Euro Steuergeld renoviert wurde. Die Kosten des Abrisses des Lehrter Bahnhofs, des Neubaus des Berliner Hauptbahnhofs und die Neustrukturierung des Berliner Streckennetzes wird mit geschätzen 10 Milliarden Euro beziffert.

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Der Schiffbauerdamm
ca. 1900 Meter, 28 Minuten Fußweg / S-Bahn Linie 5,7,9,75

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Die Friedrichstraße
ca. 1400 Meter, 21 Minuten Fußweg / S-Bahn Linie 5,7,9,75 und Bus Linie 100,200

Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Straße, die die Straße unter den Linden kreuzt, zur zweitwichtigsten Straße des historischen Berlins. Da sie quer zur wichtigsten Straße "Lindenallee" (heute "Unter den Linden") verlief, wurde sie ursprünglich "Querstraße" genannt. Der Kurfürst Friedrich III. (nach seiner Krönung zum König dann Friedrich I.) gab schließlich der Straße einen nach seiner Meinung "anständigen" Namen, weshalb sie fortan unter "Friedrichstraße" bekannt wurde. Auf der Friedrichstraße befinden sich viele bekannte Bauwerke des historischen und modernen Berlins, unter anderem wurde auf der Friedrichstraße der Checkpoint Charlie errichtet. So lag ein Teil der Friedrichstraße in West-Berlin, der andere in Ost-Berlin.

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Das Scheunenviertel
ca. 500 Meter, 7 Minuten Fußweg

Die Bezeichnung geht zurück auf das Jahr 1672, als hier der Kurfürst Friedrich Wilhelm Scheunen entlang der Berliner Stadtmauer errichten ließ. 1737 wies Friedrich Wilhelm I. den Berliner Juden, die ohne eigenes Haus in Berlin ansässig werden wollten, eine Wohnung im Scheunenviertel zu. Dadurch kam es zu einer stark jüdischen Prägung in diesem Gebiet, welche bis heute zu beobachten ist. So befindet sich im heutigen Scheunenviertel die Jüdische Synagoge und der Jüdische Friedhof Berlins.

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Die Oranienburger Straße
ca. 500 Meter, 7 Minuten Fußweg

Eine der ältesten Straßen Berlins ist zweifellos die Oranienburger Straße, die seit dem 13. Jahrhundert existiert. Ursprünglich verband sie als "Heerweg" das Dorf Spandau mit Berlin durch das Spandauer Tor hindurch. Zwischen 1703 und 1706 wurde an der Oranienburger Straße das Schloss Monbijou errichtet. Heute ist es eine bekannte Flaniermeile und Szeneviertel. Durch massive Luftangriffe alliierter Bomber zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Großteil der historischen Gebäude zerstört. Das Schloss Monbijou konnte nicht mehr instand gesetzt werden und wurde 1960 gesprengt. Andere Gebäude, wie etwa die Jüdische Synagoge wurden hingegen neu errichtet.

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Der Hackesche Markt
ca. 400 Meter, 6 Minuten Fußweg

Der heutige Hackesche Markt war ursprünglich Sumpfland entlang der Berliner Stadtmauer. Auf Befehls Friedrichs II. und mit dem Abriss der Festungsmauer ließ Hans Christoph Friedrich Graf von Hacke einen Platz bauen, der vor allem dem Handel dienen sollte. 1840 erhielt der Platz dann auch den offiziellen Namen "Hackescher Markt". Durch die massiven Zerstörungen der wertvollen historischen Gebäude durch alliierte Bombardements am Ende des Zweiten Weltkriegs und der Schlacht um Berlin, lagen viele Gebäude des Hackeschen Marktes nach dem Krieg in Trümmern. Durch den verstärkten Ausbau des Berliner Alexanderplatzes verlor der Hackesche Markt schließlich zu Unrecht fast an Bedeutung, wird er doch von einer Vielzahl historischer Gebäude umschlossen.

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Die East Side Gallery

Eine über 1300 Meter lange Mauer entlang der Spree, die einstmals die Hinterlandmauer Ost-Berlins darstellte. Auf ihr haben sich 118 Künstler verewigt, die ihre Interpretation von den Geschehnissen zwischen 1989 und 1990 an die Wand brachten. Heute steht die East Side Gallery unter Denkmalschutz.

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Der ehemalige Grenzübergang Oberbaumbrücke

Bereits 1732 befand sich an dieser Stelle eine Zollbrücke aus Holz, die im Westen mit dem Unterbaum und im Osten mit dem Oberbaum gesichert war und der Brücke ihren Namen gab. 1894 bis 1896 wurde die Brücke im neugotischen Baustil befestigter erbaut. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Brücke stark beschädigt und schließlich auf Befehl Adolf Hitlers gesprengt, um die russischen Truppen etwas aufzuhalten. Nach dem Mauerbau verlief die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin entlang der Spree, was die Brücke als kleinen Grenzübergang (nur für Fußgänger zugelassen) machte. Bis 1995 wurde die Brücke wiederaufgebaut und die U-Bahn-Linie U1 an Ostberlin angeschlossen. Seither befahren auch U- und S-Bahnen wieder die Oberbaumbrücke.

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Die Frankfurter Allee

Die Frankfurter Allee ist eine der ältesten Verkehrswege Berlins und wurde 1708 als Heerweg von Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt angelegt. Sie beginnt am heutigen Frankfurter Tor, die durch zwei Kuppeltürme an das einstige Frankfurter Tor erinnern sollen und endet in Friedrichsfelde. Heute ist die Frankfurter Allee eine der wichtigen Verkehrsstraßen und Flaniermeilen von Ost-Berlin.

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Der Berliner Tierpark

Der mit einer Fläche von 160 Hektar größte Landschaftstiergarten Europas wurde 1954 auf dem ehemaligen Schlosspark des Schlosses Friedrichsfelde gegründet und beherrbergt etwa 10000 Tiere aus 1000 Arten und unzähligen Pflanzenarten aus der ganzen Welt. 1963 erhielt der Tierpark eine Cafeteria und das Alfred-Brehm-Haus, in den folgenden Jahren auch eine Gibbon- Freianlage, das Dickhäuterhaus und das Krokodilhaus. Neben unzähligen tierischen und pflanzlichen Attraktionen ist auch das Schloss Friedrischsfelde für Besucher geöffnet. Der Tierpark Friedrichsfelde arbeitet eng mit dem Berliner Zoo zusammen.

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Interessantes aus der Historie
Der gesamte Berliner Rundgang

Bereits 60000 Jahre vor Christi siedelten Menschen auf dem Gebiet, das wir heute "Berlin" nennen (vgl. Wikipedia). Darauf gehen etliche archäologische Funde aus der Früh- und Bronzezeit zurück. Im 3. Jahrtausend vor Christi beginnt der Ackerbau und die Viezucht und damit die dauerhafte Besiedlung des Gebietes an der Spree. Im 6. Jahrhundert vor Christi lassen sich Germanen nachweisen, die bis etwa in das 5. Jahrhundert nach Christi hier in großer Zahl siedelten. Bis in das 6. Jahrhundert hinein verließen sie in großer Zahl das Gebiet Richtung Westen, als auch die Slawen von Osten her in das Gebiet eindrangen und es eroberten. Viele Versuche, das Gebiet zurück zu erobern, scheiterten. Bis 1157 bleiben sie auch die Herren über dieses Gebiet, bis Albrecht der Bär die Slawen endlich siegreich schlagen konnte und so das Gebiet zurück eroberte. Die ersten Dörfer entstanden, die heute den Großraum Berlin bilden. Die Stadt Cölln wird erstmals 1237 urkundlich erwähnt, die sich auf der Spreeinsel befand. Am nördlichen Ufer von der Spreeinsel wurde Berlin gegründet, das erstmals 1244 erwähnt wird und die Schwesterstadt von Cölln war. Beide Städte waren durch die Lange Brücke (heute Rathausbrücke) miteinander verbunden und haben sich schließlich zur Doppelstadt Berlin-Cölln vereinigt. 1307 bekam die Doppelstadt auch ein gemeinsames Rathaus.

1380 gab es einen Großbrand in Berlin, der die meisten Kirchen und das Rathaus zerstörte. Von 1415 bis 1918 regierte in Berlin das Geschlecht der Hohenzollern. Anfänglich als Kurfürsten, später als Könige und Kaiser Deutschlands. 1710 wurden Berlin-Cölln, Dorotheenstadt, Friedrichstadt und Friedrichswerder zur königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin vereinigt. Als Deutschland als Bündnispartner Österreich-Ungarns unter Kaiser Wilhelm II. 1914 dazu gezwungen wurde, in den Krieg gegen Serbien einzusteigen, war bereits das Ende der deutschen Monarchie besiegelt. Am Ende forderte der heute als "Erster Weltkrieg" bezeichnete Krieg über 9 Millionen Menschenleben; an ihm nahmen 25 Staaten zuzüglich der damaligen Kolonien teil, was etwa 3/4 der damaligen Weltbevölkerung entsprach. Der Krieg endete 1918 mit der deutschen Kapitulation und dem Versailler Vertrag.

Der Versailler Vertrag sah im Wesentlichen eine riesige Gebietsabtretung an fast allen Grenzen des Deutschen Reiches vor, weiterhin horrende Reparationszahlungen, Sachlieferungen und die Zuweisung der Alleinschuld am Krieg an das Deutsche Reich. Die Situation im Nachkriegsdeutschland und Berlin als Hauptstadt des Kaiserreiches waren katastrophal. Hungersnöte, Arbeitslosigkeit und Kriegsversehrte, die einst ihr Leben und Gesundheit für ihr Vaterland riskierten, waren zum Betteln verdammt und prägten das Berliner Stadtbild. Die Einführung der "Rentenmark" stoppte kurzfristig die Hyperinflation, der Beitritt Deutschlands zum Völkerbund 1926 trug etwas zur politischen Beruhigung bei. Doch schon im Jahre 1929 waren die "Goldenen Zwanziger" vorbei. Ein volkswirtschaftlicher massiver Einbruch in allen bedeutenden Industrienationen der Welt führte zur Weltwirtschaftskrise. Massenarbeitslosigkeit, damit sprunghafter Anstieg der Kriminalität und allgemeine Zukunftsängste prägten die Menschen während der Zeit der Weimarer Republik. Das Unrecht des Versailler Vertrages und der allgemein schlechte Lebensstandard der Menschen in Deutschland war der ideale Nährboden für radikale und militante Strömungen. Schließlich trug die extreme NSDAP im Jahre 1933 auch den Wahlsieg davon.

Adolf Hitler, Parteichef der NSDAP und selbst ernannter Führer der deutschen Nation und des Reiches, plante umfassende architektonische Eingriffe in das Berliner Stadtbild. Berlin sollte die Hauptstadt seines "Germania" werden, weswegen er Albert Speer mit dem Bau monumentaler Bauten vor allem in Berlin beauftragte. Kriegsbedingt wurden davon jedoch nur wenige Bauwerke tatsächlich realisiert. Während der Hitler-Diktatur entstanden viele unterirdische Bauten, unter anderem der aus vielen Filmen bekannte Führerbunker in der Nähe der Reichskanzlei. Man spricht sogar davon, dass sich unter dem bekannten Berlin ein Komplex von Gängen und Räumen befindet, das schon fast eine zweite Stadt sein könnte. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kamen die meisten von Hitlers Plänen zum Erliegen oder wurden für die Nachkriegszeit und dem erhofften glorreichen Endsieg auf Eis gelegt. Nach nur 12 Jahren musste die von Hitler selbst als "3. Reich" bezeichnete Diktatur kapitulieren. Viel zu spät, denn im Mai 1945 war bereits Berlin de facto ein einziger Trümmerhaufen. Als sich in den letzen Wochen und Tagen des Krieges der gesamte Zorn der Alliierten in Berlin in Form von ununterbrochenen Bombardements und Verwüstungen durch Panzerverbände entlud, haben nur noch die optimistischsten Menschen damit gerechnet, dieses Massaker zu überleben. Vom ehemaligen ehrwürdigen Stadtbild Berlins war nichts mehr übrig geblieben, als eine öde Wüstenlandschaft aus Schutt und Ruinen. Nie hatte ein Krieg derartig stark in das Gesamtstadtbild Berlins eingegriffen wie der Zweite Weltkrieg. Über eine Million Berliner sind in diesem Krieg gefallen, gerieten in Gefangenschaft oder sind geflohen. Es ist vor allem den deutschen Trümmerfrauen zu verdanken, dass Berlin langsam begann, wieder bewohnbar zu werden, obgleich über 400.000 Wohnungen zerstört und fast 30% aller Berliner Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurden.

Die Kapitulation Deutschlands sah auch die Teilung Berlins in 4 Besatzungszonen vor. Da sich die damalige Sowjetunion nicht am so genannten "Marshallplan" der anderen 3 Siegermächte beteiligen wollte, wurde die von der Sowjetunion besetzte Zone auch nicht an der Währungsreform beteiligt. Das hatte auch zur Folge, dass Ostdeutschland und natürlich auch der östliche Teil Berlins von der wertlosen Reichsmarknote überschwemmt wurde. 1948 blockierte die sowjetische Armee sämtliche Zugänge zu Berlin, um die wirtschaftliche Kontrolle über Gesamtberlin zu erlangen, worauf die USA die Luftbrücke bis September 1949 für den Westteil der Stadt einrichtete. Nach diesem Ereignis ist auch der "Platz der Luftbrücke" in Berlin-Tempelhof benannt, wo der Flughafen Berlin-Tempelhof liegt. Der ganze Prozess gipfelte schließlich am 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer quer durch die gesamte Stadt. Der Verlauf der Mauer entsprach der Einteilung Berlins in Besatzungszonen und machte weder vor Gebäuden, noch vor zusammenhängenden Straßenzügen halt. Teilweise verlief die Mauer sogar durch Gebäude hindurch. Durch die Erschaffung zweier deutscher Staaten und unterschiedlicher kultureller und politischer Einflüsse der Besatzungsmächte, entstand auf beiden Seiten der Mauer unterschiedliche Architektur und Städteplanung, was noch heute in vielen Teilen Berlins sichtbar wird.

Als schließlich am 9. November 1989 die Mauer fiel, wurde vor allem die Berliner Mauer ein Symbol für die jahrzehntelange Teilung und letztendliche Wiedervereinigung des deutschen Volkes. Zum Gedenken an die Mauer wurde auf dem Boden des einstigen Mauerverlaufs ein Streifen aus Pflasterstein gezogen, der sich nunmehr durch die gesamte Stadt Berlin zieht. Dieser Streifen lässt sich am besten vom Brandenburger Tor aus verfolgen, sowohl in Nord-, als auch in Südrichtung. Ansonsten erinnern nicht mehr viele Dinge im Berliner Stadtkern an die einstige Teilung. Inzwischen wurden Straßen wieder verbunden oder neu gebaut. Seit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 hat auch das Volk begonnen, langsam wieder zusammen zu wachsen. Daher freuen wir uns auch ganz besonders über Gäste aus ganz Deutschland, aber auch Europa und der Welt, die neben klassischer Berliner Küche auch zum Nachtisch ein wenig Berliner Geschichte genießen möchten.

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Quellen:
Alle Kartenabbildungen entstammen Google Maps (Gmap-Pedometer) und Map24 vom April 2008. Die Daten und Fakten wurden zusammengetragen aus Wikipedia, "Die Geschichte Berlins" (ISBN-13: 978-3894793937), "Berlin - Die Geschichte" (ISBN-13: 978-3897735705) und "Berlin. Eine Ortsbesichtigung." (ISBN-13: 978-3887471067).